Während der Norden eher für Wind und Küstenklima bekannt ist, gibt es in Regionen wie Lübeck, Schwerin, Rostock, Stralsund oder Greifswald regelmäßig winterliche Schneelagen. Auch wenn die Mengen im Vergleich zu Süddeutschland geringer sind, müssen Photovoltaikanlagen im Norden zuverlässig mit Schnee, Kälte und Feuchtigkeit umgehen können.
Hier zeigen wir, was Solaranlagen winterfest macht – und warum sie selbst bei niedrigen Temperaturen besonders effizient arbeiten können.
Photovoltaikmodule mögen keine Hitze – dafür aber Kälte.
Niedrige Wintertemperaturen in Norddeutschland führen zu:
höherem Wirkungsgrad der Solarzellen
stabileren Betriebstemperaturen
besserer elektrischer Leitung
Selbst wenn die Sonne flacher steht, können Module an klaren Wintertagen überraschend gute Leistungen erzielen.
Der Norden liegt überwiegend in niedrigeren Schneelastzonen, aber:
Regionen wie die Holsteinische Schweiz, Teile von Mecklenburg-Strelitz oder Höhenlagen nahe Greifswald und Rostock können durchaus mehr Schnee abbekommen.
Photovoltaikanlagen werden dort so geplant, dass sie:
zusätzliche Lastreserven einhalten
Dachstatik optimal ausnutzen
Schnee gleichmäßig abführen können
Für den Norden empfehlen sich oft Modulneigungen zwischen 25° und 35°, weil:
Schnee leichter abrutscht
die Module länger frei bleiben
Eisbildung reduziert wird
Vor allem in Küstennähe – etwa Stralsund, Wismar oder Warnemünde – schmelzen Schneeauflagen dank milder Brisen meist besonders schnell.
Glas-Glas-Module sind winterstabil, weil sie:
eine höhere mechanische Belastbarkeit aufweisen
weniger anfällig für Mikro-Risse sind
Feuchtigkeit besser fernhalten
Gerade bei bräunlichem oder nassem Küstenschnee bieten sie zusätzliche Sicherheit.
Typisch für den Norden sind:
Reifschichten am Morgen
kalte, klare Luft
hohe diffuse Lichtanteile durch Wolkenfelder
Das macht die Module oft leistungsstärker, weil Solarzellen auch diffuses Licht sehr gut nutzen können.
Besonders Regionen wie Lübeck, Rostock und Greifswald profitieren im Winter von der klaren Küstenluft.
Eine fachgerecht installierte Photovoltaikanlage ist im Norden absolut wintertauglich.
Mit der richtigen Dachneigung, robusten Modulen und regional angepasster Planung bleibt die Anlage auch bei Schnee und Frost zuverlässig und effizient.