Die Norddeutsche Küste ist bekannt für kräftige Winde, Sturmböen und wechselhafte Wetterlagen.
Besonders Gebiete entlang der Ostsee – etwa Rostock, Stralsund, Greifswald, Wismar und Lübeck – liegen in höheren Windlastzonen als viele Binnenregionen.
Damit Photovoltaikanlagen hier zuverlässig und dauerhaft stabil bleiben, müssen sie speziell für diese Bedingungen geplant und montiert werden.
In diesem Beitrag erklären wir, wie sich Windlastzonen auf PV-Anlagen auswirken und welche technischen Maßnahmen sie besonders robust machen.
Deutschland ist in verschiedene Windlastzonen eingeteilt.
Norddeutschland liegt überwiegend in den Zonen 2 und 3 – Küstenabschnitte sogar teilweise im oberen Bereich.
Das bedeutet:
höhere Grundgeschwindigkeiten des Windes
stärkere Spitzenböen während Sturmlagen
erhöhte Belastung auf Module, Rahmen und Unterkonstruktion
Für eine Photovoltaikanlage heißt das:
Sie muss höhere Kräfte aufnehmen können als Anlagen im Süden oder im Binnenland.
Darum ist die Unterkonstruktion das Herzstück eines sturmsicheren Systems.
Wichtig sind:
Damit Module auch bei Böen stabil auf dem Dach bleiben.
Mehr Befestigungspunkte verteilen die Last gleichmäßig.
Speziell für Ziegel-, Blech- oder Flachdächer im Norden angepasste Systeme.
In Städten wie Stralsund oder Rostock, wo Sturmtiefs direkt über die Küste ziehen, sind diese Details besonders entscheidend.
Flachdächer reagieren stärker auf Wind, da Böen leichter unter das Modul greifen können.
Darum kommen in Regionen wie:
Warnemünde
Travemünde
Heiligenhafen
Greifswald
aerodynamische Montagesysteme zum Einsatz.
Sie sorgen dafür, dass:
der Wind über die Module hinweggeleitet wird
weniger Auftrieb entsteht
die Anlage stabil bleibt, ohne das Dach unnötig zu belasten
Die Lage der Anlage auf dem Dach beeinflusst, wie gut sie dem Wind standhält.
Wichtig sind:
geringe Angriffsfläche
stabile Randzonen (die windanfälligsten Bereiche)
korrekte Abstände zwischen Modulreihen
strömungsgünstige Neigung
An der Küste wird häufig mit etwas flacheren Neigungen gearbeitet, um die Windlast zu reduzieren.
Inselregionen wie Rügen, Fehmarn oder Usedom liegen in besonders windstarken Bereichen.
Dort ist wichtig:
verstärkte Dachanbindung
ausreichend Ballast bei Flachdächern
korrosionsbeständige Materialien (Salz + Wind = höhere Beanspruchung)
regelmäßige Sichtkontrollen nach Sturmlagen
Moderne Systeme sind dafür ausgelegt – sie müssen nur korrekt geplant werden.
Wind ist im Norden ein natürlicher Faktor – aber kein Hindernis für Photovoltaik.
Mit der richtigen Unterkonstruktion, windoptimierten Modulsystemen und angepassten Montageverfahren bleiben PV-Anlagen an der Ostseeküste selbst bei starkem Sturm stabil und langlebig.