PV-Performance bei Norddeutschem Wetter: Wie Wolken, Nebel & diffuses Licht die Solarausbeute beeinflussen

PV-Performance bei Norddeutschem Wetter:

Wie Wolken, Nebel & diffuses Licht die Solarausbeute beeinflussen

Wer im Norden lebt, kennt das Wetter: wechselnde Wolkendecken, dichter Küstennebel, maritime Feuchtigkeit und viele diffuse Lichtphasen.
Doch wie wirkt sich dieses typische Norddeutschland-Wetter auf Photovoltaikanlagen aus – positiv oder negativ?

Gute Nachricht:
PV-Anlagen entlang der Ostsee arbeiten an vielen bewölkten Tagen überraschend effektiv.

Hier erklären wir, warum das so ist und weshalb diffuses Licht in Küstenregionen sogar ein Vorteil sein kann.

1. Diffuses Licht – der unterschätzte Leistungsträger

Während direkte Sonneneinstrahlung die höchste Spitzenleistung erzeugt, liefern Solarmodule auch unter diffusem Licht stabile Werte.

Diffuses Licht entsteht durch:

  • Wolken

  • Nebel

  • hohe Luftfeuchtigkeit

  • Wassertröpfchen im Dunst

  • reflektierende Küstenluft

In Städten wie Lübeck, Rostock, Stralsund oder Greifswald gibt es viele solcher Tage.

Wichtig:
Solarzellen benötigen kein direktes Sonnenlicht – sie arbeiten, sobald Licht auftrifft, egal ob gebündelt oder gestreut.

2. Warum PV-Anlagen an der Ostsee bei Bewölkung gut performen

Die maritime Atmosphäre unterstützt die Lichtstreuung besonders stark.
Das bedeutet:

  • Licht wird durch feine Wassertröpfchen in alle Richtungen verteilt

  • Module erhalten Licht aus verschiedenen Winkeln

  • auch senkrecht einfallendes oder seitlich gestreutes Licht wird genutzt

Gerade die typische graue Wolkendecke nördlicher Küstenregionen ermöglicht längere, gleichmäßige Leistungskurven.

3. Nebel und Küstenfeuchte: Einfluss auf die Module

Nebel ist in Regionen wie:

  • Stralsund

  • Hiddensee

  • Rostock-Warnemünde

  • Wismar-Bucht

keine Seltenheit.

So wirken Nebel und maritimer Dunst auf PV-Anlagen:

  • Die Wassertröpfchen streuen Licht, statt es zu blockieren.

  • Module erwärmen sich langsamer – Vorteil für den Wirkungsgrad.

  • Kurze Feuchtphasen am Morgen trocknen rasch ab, sobald die Sonne steigt.

Die tatsächliche Leistungsreduktion ist meist geringer, als viele Hausbesitzer vermuten.

4. Norddeutsches Wetter = bessere Temperaturbedingungen

Während südliche Regionen oft unter hohen Modultemperaturen leiden, bietet das Nordklima:

  • mildere Sommer

  • mehr Wind

  • geringere Überhitzung

Das wirkt sich nachhaltig positiv auf Effizienz und Langlebigkeit aus.
PV-Module liefern bei niedrigen Temperaturen mehr Strom – ein klarer Vorteil der Ostseeküste.

5. Wie sich Wolkenbewegungen positiv auswirken können

Schnell ziehende Wolken erzeugen kurze Momente intensiver Strahlung.
Dieser Effekt heißt „Edge-of-Cloud-Effekt“.

Passiert häufig in:

  • Greifswald

  • Lübeck-Bucht

  • Rostocker Küstenlinie

Wenn Sonnenstrahlen an den Kanten einer Wolke gebrochen werden, entstehen kurze Phasen erhöhter Lichtintensität, die die Leistung kurzzeitig steigern können.

6. Fazit

Das norddeutsche Wetter ist für Photovoltaik keine Herausforderung – sondern häufig ein Vorteil.
Dank diffuser Lichtverhältnisse, kühlem Klima und konstanter Streustrahlung arbeiten PV-Module an der Ostseeküste besonders gleichmäßig und effizient.

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