Schneelast & Photovoltaik im Norden: Wie Solaranlagen in Schleswig-Holstein & MV winterfest bleiben

Schneelast & Photovoltaik im Norden:

Wie Solaranlagen in Schleswig-Holstein & MV winterfest bleiben

Während der Norden eher für Wind und Küstenklima bekannt ist, gibt es in Regionen wie Lübeck, Schwerin, Rostock, Stralsund oder Greifswald regelmäßig winterliche Schneelagen. Auch wenn die Mengen im Vergleich zu Süddeutschland geringer sind, müssen Photovoltaikanlagen im Norden zuverlässig mit Schnee, Kälte und Feuchtigkeit umgehen können.

Hier zeigen wir, was Solaranlagen winterfest macht – und warum sie selbst bei niedrigen Temperaturen besonders effizient arbeiten können.

1. Warum Photovoltaik im Winter besser funktioniert als viele denken

Photovoltaikmodule mögen keine Hitze – dafür aber Kälte.
Niedrige Wintertemperaturen in Norddeutschland führen zu:

  • höherem Wirkungsgrad der Solarzellen

  • stabileren Betriebstemperaturen

  • besserer elektrischer Leitung

Selbst wenn die Sonne flacher steht, können Module an klaren Wintertagen überraschend gute Leistungen erzielen.

2. Schneelastzonen in Schleswig-Holstein & Mecklenburg-Vorpommern

Der Norden liegt überwiegend in niedrigeren Schneelastzonen, aber:
Regionen wie die Holsteinische Schweiz, Teile von Mecklenburg-Strelitz oder Höhenlagen nahe Greifswald und Rostock können durchaus mehr Schnee abbekommen.

Photovoltaikanlagen werden dort so geplant, dass sie:

  • zusätzliche Lastreserven einhalten

  • Dachstatik optimal ausnutzen

  • Schnee gleichmäßig abführen können

3. Die richtige Dachneigung: Ein Schlüssel für weniger Schnee

Für den Norden empfehlen sich oft Modulneigungen zwischen 25° und 35°, weil:

  • Schnee leichter abrutscht

  • die Module länger frei bleiben

  • Eisbildung reduziert wird

Vor allem in Küstennähe – etwa Stralsund, Wismar oder Warnemünde – schmelzen Schneeauflagen dank milder Brisen meist besonders schnell.

4. Winterliche Vorteile von Glas-Glas-Modulen

Glas-Glas-Module sind winterstabil, weil sie:

  • eine höhere mechanische Belastbarkeit aufweisen

  • weniger anfällig für Mikro-Risse sind

  • Feuchtigkeit besser fernhalten

Gerade bei bräunlichem oder nassem Küstenschnee bieten sie zusätzliche Sicherheit.

5. Reif, Frost & diffuse Strahlung: Ein norddeutscher Vorteil

Typisch für den Norden sind:

  • Reifschichten am Morgen

  • kalte, klare Luft

  • hohe diffuse Lichtanteile durch Wolkenfelder

Das macht die Module oft leistungsstärker, weil Solarzellen auch diffuses Licht sehr gut nutzen können.

Besonders Regionen wie Lübeck, Rostock und Greifswald profitieren im Winter von der klaren Küstenluft.

6. Fazit

Eine fachgerecht installierte Photovoltaikanlage ist im Norden absolut wintertauglich.
Mit der richtigen Dachneigung, robusten Modulen und regional angepasster Planung bleibt die Anlage auch bei Schnee und Frost zuverlässig und effizient.

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